Dienstag, 2. April 2013

Anonym

Was mir heute besonders bewusst geworden ist. Wie groß doch diese Anonymität ist, die überall vorherrscht. Menschen laufen vorbei. Ein kurzer Blick. Nur einen Augenblick nehmen wir sie war, sind sie nahbar und in den Gedanken. Dann sind sie verschwunden. Vielleicht für immer. Wer weiß.

Man kennt diese Menschen nicht. Ihr Geschichte, ihre Gedanken, ihre Sorgen. Und doch bildet man sich für einen kurzen Blick ein Urteil über einen völlig Fremden. Man kennt die Vorgeschichte nicht. Nichts. Aber diese Menschen werden für einen Augenblick zu Feinden, sie werden zu Gegner, zu Verbündeten, zu Freunden. Zu allem möglichen. Und doch, wissen wir nichts.

Wir alle sind für den Großteil unser Umgebung anonym. Nicht wichtig, relevant. Wir sind einfach da. Ein kleiner Fleck. Ein kurzer Gedanken, der sich so schnell verflüchtigt, wie er gekommen ist. Und doch, können wir, als kleiner Fleck, das Leben einer anderen Person, und unseres, in komplett neue Bahnen lenken.
Ein Schritt kann alles verändern.

Wer könnten all diese Menschen, die kurzen Gedanken, gewesen sein? Vielleicht Seelen verwandte?
Jemand mit dem man den Rest seines Lebens hätte verbringen können? -Wer weiß.

Den Großteil seines Lebens ist man anonym. Mist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen